Lieferengpässe im Onlinehandel umgehen

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Fast der gesamte E-Commerce Markt ist derzeit von zwei Lieferengpässen betroffen.

Seit der Corona Krise entstanden Lieferengpässe von Waren und Materialien bei den Zulieferern aus Fernost. Betroffen davon sind Verkaufsmaterial, Textilien, Möbel und Elektroartikel. Nicht nur die Endprodukte fehlen, sondern auch die Supply Chain Lieferketten werden unterbrochen, weil Rohstoffe zur Herstellung fehlen.

Der zweite Lieferengpass entsteht durch die hohe Anzahl der Bestellungen im Onlinehandel. Damit ist nicht nur der in 2021 um ca. 16% gestiegene Onlinehandel gemeint, sondern die verkaufsstarken Tage wie „Black Friday“, „Cyber Monday“ und die Weihnachtszeit. Am „Black Friday“ treffen ca. 34 % der gesamten Bestellungen des Jahres bei den Onlineshops ein. Allein an diesen beiden Aktionstagen wird ein Umsatz für 2021 in Höhe von ca. 4,9 Milliarden Euro erwartet. So kommt es natürlich bei der Bestellabwicklung der Onlinehändler zu Engpässen und zum Lieferengpass durch die Versanddienstleister.

Stärker betroffen von Lieferengpässen sind Großstädte und deren Paketzentren (PZ). Denn in den Ballungsgebieten stauen sich die Pakete eher und es kommt zur größeren Verzögerung, bis die Lieferung der Pakete erfolgt.

Flaschenhals im Paketzentrum der Großstadt

In der Logistik wird teilweise vom Flaschenhals gesprochen. Pakete, die aus der Stadt rausgesendet oder in die Großstadt geschickt werden sollen, stauen sich in der Hauptumschlagbasis (HUB) der Versandhändler. Deshalb hat DHL seit 2013 mechanisierte Zustellbasen aufgebaut, die von den Paketzentren beliefert werden. In der Zustellbasis werden dem Zusteller die passenden Pakete automatisch zugewiesen, wodurch die manuelle Sortierarbeit minimiert und der Versandprozess optimiert wird.

Micro Fulfillment

Ein neuer Trend ist die Nutzung von Lagerflächen innerhalb der Großstadt. Geeignet ist dieses Mico Fulfillment für Sendungen, die innerhalb der Stadt bleiben. Diese können am selben Tag kommissioniert und direkt an den Kunden in der Stadt ausgeliefert werden. So nutzen große Anbieter wie Amazon bereits Lagerflächen innerhalb oder kurz vor der Großstadt. Aber auch Einzelhändler werden immer öfter zum Mini Hub. So verkauft zum Beispiel ein Schuhladen in der Stadt einen Artikel online, der vom Kunden direkt abgeholt wird oder dieser am selben Tag dem Kunden geliefert wird.

Was kann ich als Onlinehändler tun?

Als Onlinehändler sollte der Flaschenhals im Paketzentrum der Großstädte umgangen werden, in dem ein Fulfillment Center vor der Großstadt genutzt wird.

Dennoch sind Micro Fulfillment Center sinnvoll, um eine schnelle Lieferung innerhalb der Großstadt zu gewährleisten.

Um beides hinzubekommen, kann es eine gute Strategie sein, die Ware im Lager vor der Großstadt zu lagern und Teilmengen nach Bedarf an das Micro Fulfillment Center zu liefern. Diese Strategie wird bereits im Bereich Pre-FBA (Fulfillment by Amazon) umgesetzt. Dadurch können Lagerkosten und Platzprobleme gelöst werden.

Was kann ich als Käufer tun?

Die einfachste Regel lautet natürlich, rechtzeitig die Ware zu bestellen. Achten Sie im Onlineshop oder auf den Marktplätzen auf die Lieferzeiten. Gehen Sie in jedem Fall davon aus, dass die Ware später ankommt.

Bei wichtigen Produkten, die sie benötigen, wäre es ratsam beim Onlinehändler direkt zu fragen, ob die Ware vorrätig ist und wie lange die Lieferzeit beträgt.

Vermeiden Sie Retouren an diesen Tagen und vor der Weihnachtszeit. Das können Sie in dem sie sich vorab über das Produkt gut informieren, nur die notwendige Anzahl der Produkte bestellen und wenn möglich mit der Retoure bis nach den Feiertagen zu warten.

Wenn Sie ein Paket oder einen Retourenschein mit unserer Adresse (Subke GmbH, c/o Onlinehändler) bekommen haben, können Sie vorab Ihre Frage stellen, um das Problem eventuell vor der Retoure zu lösen.

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