Suche
Close this search box.

Was bedeutet Omnichannel?

Omnichannel-Marketing ist eine übergeordnete Strategie, die darauf abzielt, eine nahtlose und konsistente Erfahrung für Kunden zu schaffen. Unabhängig davon, welche Marketingkanäle genutzt werden, um mit dem Kunden zu interagieren.

Im Gegensatz zum Multichannel-Marketing, bei dem Unternehmen nur ganz bestimmte Marketingkanäle nutzen, um Kunden zu erreichen.

Beim Omnichannel geht es darum, alle wichtigen Kanäle miteinander zu verbinden und einen einheitlichen Ansatz zu schaffen. So werden im Onlinehandel viele Verkaufskanäle übergreifend benutzt.

Ein Omnichannel Ansatz für Einzelhändler mit Ladengeschäften ist zum Beispiel Connect Store„, „Click & Collect“ und Return Store zu nutzen.

Wozu brauche ich Omnichannel?

Wir schreiben das Jahr 2023, eine digitale Welt, in der es für Unternehmen einen wichtigen Unterschied ausmacht, ob sie mehrere Kanäle im Omnichannel für die Kunden­kommunikation tatsächlich nutzen.

Um als Unternehmen erfolgreicher zu verkaufen, erfordert der Omnichannel eine durchdachte Marketingkommunikation. Sie dient zur Neukundengewinnung und berücksichtigt den Umgang mit Reklamationen.

Auch für die Markteinführung neuer Produkte und Dienstleistungen spielt Omnichannel eine wichtige Rolle. Insbesondere im B2B-Bereich, wo Pressearbeit und Webinare oft genutzt werden, um das Interesse potenzieller Kunden zu wecken.

Ein wichtiger Aspekt von Omnichannel-Marketing ist die Schaffung einer loyalen Kundenbasis. Durch die Nutzung von Neuromarketing-Techniken und der Verwendung von Retail- und Commerce Softwareanwendungen können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Kunden die bestmögliche Erfahrung machen und treu bleiben.

2 Beispiele:

1) So können Lebensmittelverkäufer die von Verbrauchern vernetzten Geräte und deren Einkaufslisten als Absatzkanal einbeziehen.

2) Sie können aber auch ein Live-Streaming-Event mit einer bekannten Person anbieten, zu dem sich Verbraucher jederzeit zuschalten und Fragen stellen können.

Wie kann ich Omnichannel effektiv umzusetzen?

Um Omnichannel im Handel effektiv umzusetzen, müssen Unternehmen in eine DXP-Software investieren, die es ermöglicht, die Journey der Einkäufer zu verfolgen, um Ressourcen wie Zahlungsmittel und Point-of-Sale Geräte effektiv zu nutzen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, der einen großen Unterschied ausmacht, die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit (PR). Mit dem Ziel, die Unternehmensstrategie zu definieren und die Marke des Unternehmens zu stärken.

Um im Omnichannel auf dem Online-Weg die Point-of-Sales Geräte mit aktuellen Daten zu versorgen, kann eine Produktverwaltungssoftware (PIM) genutzt werden. Darin können Händler zentral ihre Artikeldaten verwalten und aktualisieren.

Marketingansätze sind Social-Media-Kanäle und andere digitale Marketingkanäle. Video oder Podcast Netzwerke sind oft kostenlos und bieten eine einfache Möglichkeit, Kunden anzusprechen. Wenn Unternehmen jedoch über Kanäle mit hoher Reichweite auf eine internationale Zielgruppe abzielen, sollten sie die Aussprache und Bedeutung von Wörtern im Wörterbuch überprüfen.

Die Verwendung von Video-, Audioinhalten mit Transkripten können dazu beitragen, dass der Ansatz der Marketingstrategie besser bei den Kunden ankommt. Hersteller und Händler sollten sich bewusst sein, dass sie Texte und Artikel auf ihre Kundengruppe abstimmen müssen.

Um die besten Kontaktpunkte und Auswirkungen der Omnichannel Kampagne zu erhalten, müssen eingehenden Signale der Verbraucher erfasst werden. Ein Analyse-Werkzeug bietet dafür Amazon Marketing Cloud ➚ an.

Was sind die bekanntesten Retail- und Commerce-Management-Tools?

Bekannte Systeme für Warenwirtschaft (ERP), Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und Produktverwaltungssoftware (PIM):

Produkt­verwaltungs­software

  • Akeneo
  • Plytix
  • Syndigo
  • Salsify
  • Sales Layer
  • Kontainer
  • Catsy
  • Creative force

Kunden­beziehungs­management:

  • Salesforce
  • HubSpot
  • weclapp
  • CentralStation
  • SAP
  • Lime
  • TecArt
  • Microsoft Dynamics 365 Sales

Waren­wirtschafts­systeme

  • Xentral
  • KundenMeister
  • Billbee
  • microtech büro+
  • DreamRobot
  • JTL

Was ist der Unterschied zwischen Omnichannel und Multichannel?

Omnichannel beinhaltet den gesamten Marketingansatz einer Firma. Hier werden alle Strategien übergreifend definiert, geplant und umgesetzt.

Der Begriff Multichannel bedeutet „Mehrkanal“. Im Multichannel werden nur ganz bestimmte Verkaufskanäle benutzt.

Das sind oft Kanäle wie:

  • Amazon,
  • Otto,
  • Zalando,
  • oder eBay.

Aber auch viele andere Kanäle:

  • Allegro,
  • Limango,
  • Etsy,
  • Avocadostore,
  • Cardmarket,
  • Pinterest,
  • Rakuten,
  • Shöpping,
  • BrickScout,

…sowie:

  • Groupon,
  • Fruugo,
  • Yatego,
  • DAPARTO,
  • TEILeHABER,
  • Autoteile-Markt.de,
  • und Shop-Apotheke
0 TSD.
Artikel pro Minute am Prime Day
0 %
Suchen zuerst auf Amazon

Multichannel im Dropshipping nutzen

Nicht immer müssen Onlinehändler über eigene Waren verfügen, um diese online zu verkaufen. So können Verkäufer Produkte vom Großhändler in ihrem Onlineshop einbinden und über weitere Multichannel-Kanäle online anbieten.

Der Großhändler versendet die Bestellung aus einem Fulfillment Center direkt an den Endkunden. Die Retouren können an das Fulfillment Center zurückgehen oder an den Verkäufer direkt. Der Verkäufer muss damit rechnen, dass er zuerst selbst das Geld dem Kunden erstatten muss und erst später die Rückerstattung vom Großhändler bekommt.

Der Handel kann sogenannte PunchOut Systeme nutzen und Daten per OCI oder Ariba übermitteln.

B2C Dropshipping Anbieter

  • Alibaba (gemischte Artikel),
  • Alidroship (gemischt),
  • BANGGOOD (gemischt),
  • BigBuy Europe (verschiedenes),
  • DefShop (Mode),
  • DHgate (gemischt),
  • GlowRoad (gemischt),
  • Griffati (Mode),
  • Modalyst (Mode),
  • Nedis (gemischte Artikel),
  • Printful (Print Textilien),
  • Printify (Print Textilien) und
  • Sunrise Wholesale (Möbel, Gartengeräte und Sportartikel)

B2B PunchOut Katalogkanäle

  • PunchCommerce,
  • CROWDFOX,
  • ITscope
  • Amazon Business Punchout
  • SAP-Ariba
  • Conrad OCI (Elektro),
  • eppendorf (Medizinische Produkte)
  • icecat.biz

Welche Vorteile haben Onlinehändler, wenn Sie Multichannel nutzen?

Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Auf den Marktplätzen befinden sich bereits Millionen potenzieller Käufer. Händler müssen Ihre Ware dort nur anbieten und dafür sorgen, dass sie gefunden werden. Am besten ist es für Händler, kanalübergreifend zu verkaufen. Amazon oder Otto sind im Internet außerdem die größten Suchmaschinen für Produkte. Hier gefunden zu werden, steigert den Verkauf und die Markenbildung.

Wie werden meine Artikel auf Marktplätzen besser gefunden?

Um mehr Sichtbarkeit für die eigenen Produkte zu erzielen, ist es fast ähnlich wie bei der Optimierung für die Google Suchmaschine. Sie müssen sich für ein Haupt-Keyword oder eine Kombination festlegen. Diesen Begriff verwenden sie im Titel, in Überschriften und in der Produktbeschreibung.

Amazon hat seit 2023 eine neue Metrik eingeführt, um Produktseiten von Amazon Sellern neu zu bewerten. Diese sollten mit den festgelegten Keywords einen informativen Inhalt beinhalten.

Ein weiter Faktor sind echte und gute Bewertungen. Ebenfalls sind Erwähnungen und Erklärseiten im Internet, sowie die Verlinkung zu den Produktseiten wichtig.

Was bedeutet Cross-Channel?

Ein aktuelles Thema ist die Nutzung von Cross-Channel. Hier können Kunden während des Verkaufsprozesses auf eine andere Verkaufsplattform wechseln, auf der das Produkt vom Händler ebenfalls angeboten wird, und die Transaktion nahtlos fortführen. Für die Customer Journey ist das ein sehr hoher Mehrwert und stärkt die Kundenbindung. Die Nutzung von Cross-Chanel kann den Umsatz deutlich steigern.

Zum Beispiel:

Ein Kunde möchte Barfuß-Schuhe kaufen. Er hat diesen auf Amazon gefunden und in den Warenkorb gelegt. Jetzt möchte der Kunde prüfen, ob der Barfuß-Schuh auch auf Otto angeboten wird. Findet er hier den Artikel, kann er die Transaktion nahtlos fortführen. Das erhöht das persönliche Kundenerlebnis, mit dem Ziel, einen Verkaufsabbruch zu vermeiden und eine bessere Bewertung zu bekommen.

Wie verwalte ich meine Artikel im Multichannel?

Dafür benötigen Sie eine zentrale Steuerung ihrer Artikel. Wenn sie über 1000 verschiedene Artikel haben und diese immer manuell auf jeder einzelnen Plattform anlegen und aktualisieren müssten, wären sie alleine damit den ganzen Tag beschäftigt.

Deshalb sind Produktverwaltungs-Systeme notwendig. Aber auch einige Shopanwendungen erlauben es, parallel zum Onlineshop, die Artikel auf weiteren Verkaufsplattformen zu verwalten.

Multichannel Anbieter

  • Afterbuy
  • plentymarkets
  • Nekom
  • Tradebyte
  • Mirakl
  • Sellercloud
  • Skubana
  • Shoppingfeed

Shopanbieter mit Multichannel Lösungen

  • Shopware
  • Magento
  • CosmoShop
  • Wix eCommerce

Wie werden die Daten aus dem Multichannel an das Fulfillment Center übertragen?

Bestelleingänge, Mengen, verschiedene Artikel mit Produktdaten müssen samt der Transaktionsdaten für Bezahlung und Lieferadresse an den Fulfiller übertragen werden.

Das geschieht über eine Fulfillment Software, die verschiedene API Schnittstellen zur Verfügung stellt. Entweder werden die Daten von jeder einzelnen Verkaufsplattform abgerufen oder diese werden in einer Wawi oder ERP Lösung gebündelt und von dort aus vom Fulfillment Anbieter abgerufen. Damit der Bestellstatus und die Mengen aktualisiert werden können, müssen die Daten in beide Richtungen übertragen werden. Besonders die Bestandsmenge oder Reservierung von Artikeln ist wichtig, damit es nicht zu Überverkäufen kommt.

Nachteile vom Multichannel?

Sie sollten sich nicht nur auf den Multichannel verlassen. Verkaufsplattformen haben das Hausrecht. Das bedeutet, sie können jederzeit ihre Produkte in die hinteren Suchergebnisse verlagern oder sie sogar ganz ausschließen. Beides kann für Onlinehändler fatale Umsatzeinbrüche bedeuten.

Deshalb ist es zu empfehlen, einen eigenen Onlineshop mit einem guten Branding schrittweise und nachhaltig aufzubauen. So können Sie direkt von Plattformen wie Pinterest, zu ihren Online-Shop verlinken.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was sind Neuromarketing-Techniken?

 

Das sind Techniken, die unbewusst das Verhalten der Kaufinteressenten lenken. Auslöser können Signalfarben wie Orange sein. Aber auch bestimmte Wörter wie „Rabatt“ oder „Angebot“. Bestimmte Gerüche, ein gutes Wohlbefinden und haptische Anreize können zum Kauf verleiten.

Was sind Retail- und Commerce-Management-Tools?

 

Ins Deutsche übersetzt bedeutet der Begriff: „Verwaltungstools für Einzelhandel und Gewerbe“. Damit ist eine Anwendung gemeint, die das Verwalten und Aktualisieren des Produktsortiments erleichtert. Dafür können Kunden­beziehungs­management- oder Produktverwaltungs-Systeme eingesetzt werden.

Was ist eine DXP-Software?

 

Vom CMS (Content-Management-System) zum WMS (Web Experience Management System) zu DXP (Digital-Experience-Plattform. Mit CMS wurden viele Inhalte (Content) verwaltet. Mit WMS fingen Vermarkter damit an, passende Personas für die Zielgruppe zu erstellen.

Im DXP Fall, werden Kunden über ein Portfolio an Softwarelösungen direkt angesprochen. Das kann ein Chat Tool auf der Webseite sein, die Interaktion über Social Media Accounts oder über eine App auf dem Smartphone. Alles dient zur Förderung der Kunden­beziehungen, um mit den Kunden direkt in Kontakt zu treten, um auf Fragen oder Meinungen schneller reagieren zu können.

Was ist ein Fulfiller?

 

Ein Fulfiller übernimmt die gesamte Auftragsabwicklung für Unternehmen. Der Weg führt vom automatischen Bestellabruf direkt ins Lager, ein Lagermitarbeiter kommissioniert die Artikel mit fachgerechter Verpackung, um anschließend die Bestellung samt Versand ganz zu erfüllen.

Was ist Customer Journey?

 

Die Customer Journey ist der Prozess, den ein Kunde durchläuft, um ein Produkt oder eine Dienstleistung zu finden, zu kaufen und zu nutzen. Es ist die Gesamtheit der Interaktionen, die ein Kunde mit einer Marke hat, vom ersten Kontakt bis zur Kaufentscheidung und darüber hinaus.

Ein Unternehmen sollte alle möglichen Kontaktpunkte mit dem Kunden definieren, um den Erfolg einer Customer Journey beurteilen zu können.

Was bedeutet kommissionieren?

Das Zusammenstellen verschiedener Artikel für eine Bestellung.

Wie funktioniert PunchOut?

 

Der Produkt-Katalog eines Herstellers wird an das ERP des Unternehmens angebunden. Das ist eine einfache Beschaffungslösung an Produkten für Unternehmen.

Was ist Connect Store?

 

Den stationären Laden mit dem Onlinegeschäft zu verbinden. So kann ein Lebensmittelladen seine Produkte auch über seinen Onlineshop anbieten.

Was ist Buy online, Return Store?

Einige Kunden informieren sich online, wollen das Produkt aber im Geschäft ausprobieren. Sie können den Artikel im Onlineshop kaufen, aber direkt aus dem Geschäft mitnehmen.

Was ist Click & Collect?

Kunden können Artikel im Onlineshop kaufen und an einer definierten Abholstelle selbst abholen. Das kann das Ladengeschäft oder ein anderer Abholort sein. Kunden sparen sich teilweise dadurch Lieferkosten und möchten oft am selben Tag (Same Day) das Produkt erhalten.

Über den Autor: Herr Schmidt hat sich in den letzten Jahren bei der Subke GmbH immer weiter in das Thema Logistik vertieft. Zuvor hat er selbst Onlineshops, Marketing und SEO Strategien umgesetzt. Er kennt die Anforderungen und Herausforderungen, die ein Onlinegeschäft für Händler mitbringen.

Jetzt mehr verkaufen und den eigenen Handel beliebig skalieren.

Wir übernehmen bei Subke die Aufgaben der gesamten Auftragsabwicklung.

Weitere Beiträge